Schlüterfiguren zurück im Berliner Schloss


Acht erhaltene Kolossalfiguren aus der Werkstatt des berühmten Bildhauers und Architekten Andreas Schlüter sind an ihren Ursprungsort an den Schlossplatz zurückgekehrt. Die Sandsteinfiguren, allesamt Leihgaben der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, wurden vor kurzem aus dem Bode-Museum und der Schlossbauhütte ins Humboldt Forum transportiert und im Skulpturensaal aufgestellt. Mit der Eröffnung des Humboldt Forums Ende dieses Jahres können sie als Teil der Geschichte des Ortes wieder vereint bewundert werden.

Die acht Sandsteinskulpturen von Schlüter standen ursprünglich in dem nach ihm benannten Schlüterhof des Berliner Schlosses und gehörten zu den wenigen Teilen, die vor der Sprengung der Ruine 1950 glücklicherweise geborgen wurden. Mit Ausnahme der Kopie des Antinuous aus dem 19. Jh. stammen sie aus dem Ende des 17. Jhd. Sechs von ihnen bekrönten die Säulen vor dem großen Hofportal und stellten mit über drei Metern Höhe den würdigen Schmuck des Schlosshofes dar. Die anderen beiden, die weiblichen Gewandstatuten Eintracht und Fleiß, schmückten die Innenseite von Portal 1.

Die kostbaren Originale werden am östlichen Eingang des Humboldt Forums im zweigeschossigen Skulpturensaal präsentiert. Zwei weitere Figuren, die sogenannten Balustradenfiguren Frühling und Sommer folgen noch. Sie standen vermutlich auf der Lustgartenseite auf dem Dach des Schlosses.

Transport und Aufstellen der Schlüter Figuren ins Humboldt Forum im Berliner Schloss. Foto: SHF /David von Becker

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