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Diskussion zum geplanten Radschnellweg

19.12.2019

Die Planung für mindestens 100 Kilometer Radschnellverbindungen in Berlin kommt voran: Für das Teilstück vom Tiergarten bis zur Landsberger Allee diskutierten Bürger gerade über den ersten Teil des geplanten Radschnellwegs „Ost-Route“.

 

Rund neun Kilometer misst dieser erste westliche Abschnitt der neuen „Ost-Route“, der vom Tiergarten bis zum Brandenburger Tor, dann über die historische Mitte bis zur Landsberger Allee in Friedrichshain-Kreuzberg führen soll. Allein für diese neun Kilometer wurden bei der öffentlichen Informations- und Dialogveranstaltung in der Stadtwerkstatt insgesamt rund 50 Kilometer lange Routenvarianten vorgestellt.

 

Das Teilstück „Tiergarten – Landsberger Allee" gehört zur „Ost-Route“ – eine von bisher elf geplanten Radschnellverbindungen, die in den nächsten Jahren in Berlin entstehen werden.

Karte zu Radschnellverbindungen im Berliner Stadtgebiet - Prioritäten, Stand: 2019

Grafik: SenUVK

 

Die etwa 70 interessierten Bürgern diskutierten mit den Fachplanern in drei Dialoginseln über die Vor- und Nachteile der möglichen Streckenvarianten. Zahlreiche Ideen, Vorschläge, aber auch Bedenken wurden vom Planungsteam aufgegriffen und werden in der weiteren Planung geprüft und berücksichtigt. Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese und die Bezirksstadträtinnen Sabine Weißler (Mitte) und Clara Herrmann (Friedrichshain-Kreuzberg) verfolgten die Themen und nahmen an den Gesprächen teil.

 

Ingmar Streese, Staatssekretär für Verkehr in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sagte: „Die Radschnellverbindungen sind ein Berliner Großprojekt, das eine ganz neue Qualität von Fahrradinfrastruktur in die Stadt bringen wird. Über jede Strecke und ihre Varianten reden wir frühzeitig mit interessierten Bürgern, damit wir die Erfahrung und das Wissen der Zivilgesellschaft für unsere Pläne optimal nutzen können.“
Intensiv diskutiert wurden am Montag die gerechte Verteilung von Flächen für alle Verkehrsteilnehmenden und mögliche Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrenden, die Herausforderungen bei der Steuerung von Lichtsignalanlagen für eine „grüne Welle“ für Radfahrern sowie der Wunsch von zwei Routenvarianten in östliche Richtung.

Wie alle Radschnellverbindungen soll diese Trasse für den Radverkehr im Alltag und insbesondere für Pendlern attraktiv sein: Lange Wege können bequem und möglichst ohne längere Wartezeiten zurückgelegt werden. Dadurch verkürzen sich Reisezeiten und setzen einen Anreiz, für den Weg zur Arbeit auf das Rad umzusteigen.

 

Im 1. Quartal 2020 wird es eine weitere Bürgerveranstaltung für den östlichen Abschnitt „Landsberger Allee – Marzahn-Hellersdorf“ der „Ost-Route“ geben. Gemeinsam mit der „West-Route“, die von Spandau nach Charlottenburg-Wilmersdorf führt, wird diese Strecke künftig auf 35 Kilometern durch sechs Bezirke von der westlichen bis zur östlichen Stadtgrenze führen.

Über Radschnellverbindungen


Berlins Radschnellverbindungen, die strahlenförmig von den Außenbezirken in Richtung Stadtzentrum führen, sollen das Radfahren auch auf längeren Strecken attraktiver machen – etwa für Pendler, die auf das Auto verzichten wollen. Hierbei geht es nicht primär um die Fahrgeschwindigkeit, sondern um optimierte Reisezeiten mit möglichst wenig Stopps. Entlang von Hauptverkehrsstraßen messen Radschnellverbindungen je Fahrtrichtung mindestens drei Meter, sodass Überholen gut und sicher möglich ist. Auf Fahrradstraßen und Sonderwegen sind sie im Zweirichtungsverkehr mindestens vier Meter breit. Radschnellverbindungen haben hochwertige Straßenbeläge und sind in der Dämmerung und nachts gut beleuchtet. An Kreuzungen gilt im Regelfall Vorrang für den Radverkehr. Fußwege verlaufen getrennt vom Radweg und sind mindestens 2,5 Meter breit. Mit Radschnellverbindungen wird Radfahren sicherer und die Reisezeit kürzer. Nutzen viele Menschen Radschnellverbindungen im Alltag, sind weniger Autos auf den Straßen unterwegs.