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Erste Baumpflanzungen am Humboldt Forum

28.11.2019

Das Humboldt Forum soll im September 2020 eröffnet werden. Bis dahin ist auch das Umfeld neu zu gestalten. Das Land Berlin und der Bund haben sich verpflichtet, diese Aufgabe im Rahmen der Entwicklungsmaßnahme „Parlaments- und Regierungsviertel“ zu übernehmen. Im Jahr 2012 wurde ein offener freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb ausgelobt, dessen Siegerentwurf von bbz Landschaftsarchitekten aus Berlin jetzt schrittweise umgesetzt wird.

 Das Schloss wird im kommenden Jahr eröffnet.

 

Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten in dem ca. 36.500 m² großen Freiraum auf den nord- und südöstlichen Bereich sowie die Flächen entlang der Spree. Zur Eröffnung des Hauses wird das Umfeld mit Ausnahme der von der U 5-Baustelle belegten Flächen im Westen termingerecht fertiggestellt sein.

 

Eine wichtige Etappe auf dem Weg dorthin stellen die für Ende November vorgesehenen Baumpflanzungen vor dem ehemaligen Staatsratsgebäude und auf der Lustgartenseite gegenüber dem Berliner Dom dar. Der Baumhain an der Stelle des ehemaligen „Apothekerflügels“ des Berliner Schlosses nimmt die Beziehung zur gegenüberliegenden Baumpflanzung vor dem Berliner Dom auf.

"Durch die Pflanzung mit Großbäumen werden neue Raumkanten geschaffen, mit denen die sonst sehr offen gestalteten Flächen räumlich gefasst werden", heißt es in einer Erklärung aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

 

Der Bau der östlichen Schlossterrassen wird im Dezember beginnen. Die Bepflanzung soll im Frühjahr 2020 erfolgen, so dass die Pflanzung bis zur Eröffnung des Humboldt Forums im Herbst 2020 einwächst und sich etablieren kann.

 

Die Gleditschie hat sich als robust genug für die Bepflanzung am Humboldt Forum erwiesen.

Foto: Hans Braxmeier/Pixabay 

 

Als Baumart wurde die Gleditschie, auch Lederhülsenbaum genannt, gewählt. Diese ursprünglich vor allem in Südamerika beheimatete Baumart hat sich in der Vergangenheit als sehr stadtklimaverträglich erwiesen. Damit die insgesamt 31 Bäume in den insgesamt drei Baumhainen bereits von Anbeginn an als raumbildendes Element ihre Wirkung entfalten können, werden sie als Großbäume mit Stammumfängen bis zu 65 cm und einer Höhe bis zu 8 Meter gepflanzt.

 

Im Bereich der Baumhaine wird es eine wasserdurchlässige Platzbefestigung, eine sogenannte Tennenfläche geben. Damit sollen die Pflasterflächen aufgelockert werden, die ansonsten die Platzgestaltung bestimmen. Orte zum Verweilen entstehen durch eine freie Bestuhlung im Bereich der Baumhaine.

 

Im Frühjahr 2020 werden am Spreeufer zwei Trauerweiden als Pendant zum sogenannten Schleusengärtchen, das sich am Spreekanal befindet, gepflanzt.

 

Die Kosten für die Lieferung, Pflanzung und Pflege der Bäume belaufen sich auf 122.000 Euro. Die Baumpflanzungen werden mit einer großzügigen privaten Spende unterstützt.

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