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Frei stehen in Mitte

27.02.2017

Vor dem Panorama-Haus soll ein Hotel errichtet werden. Bisher verhindert ein Gerichtsurteil den Neubau

 

 

Das Panorama-Haus neben dem Fernsehturm in Mitte ist ein markantes Gebäude vom Anfang des 20.Jahrhunderts. Es diente einst als Lagerhaus. Das sechsgeschossige Haus ist von allen Seiten gut zu sehen, denn es steht einzeln. Im Erdgeschoss sind Geschäfte und Cafés eingerichtet.

Längst sollte ein Hotel unmittelbar nördlich vor dem Panorama-Haus errichtet sein und mit seinen Seitenflügeln bis an den Altbau reichen. Beide Bauten würden einen Gebäudeblock mit einem Innenhof bilden. Der bisher freie Zugang zum Panorama-Haus von Norden wäre eingeschränkt. Eine Klage hat dies bisher verhindert. In diesem Jahr soll der Streit vor dem Oberverwaltungsgericht verhandelt werden. Die Baugenehmigung für das Hotel mit Tiefgarage wurde schon 2012 erteilt.

Jetzt lässt Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) einen Bebauungsplan für das Gelände entwickeln, um den Hotelbau zu unterstützen. Man wolle dem Gericht deutlich signalisieren, dass "der Baukörper von der Planungsseite gewünscht ist". Der Eigentümer des Panorama-Hauses sei nicht damit einverstanden, dass der Neubau an die Außenkanten des Altbaus anstößt. "Wir sagen aber, das muss sein." Die geschlossene Bauweise sei nötig, "man kann nicht eine Scheibe davorstellen". Am 16. Februar wird die Bezirksverordnetenversammlung über den Beschluss zum Bebauungsplan informiert. Stadtrat Gothe kennt das Thema schon lange. Den Streit habe es bereits gegeben, als er zwei Legislaturperioden zuvor erstmals Baustadtrat in Mitte war, sagt er.

Unterdessen hat der erste Hotel-Investor aufgegeben

Gegen die Baugenehmigung hatte der Eigentümer des Panorama-Hauses, das Unternehmen Investa, 2013 geklagt und 2014 vom Verwaltungsgericht Recht bekommen. Es entschied, dass die Genehmigung rechtswidrig sei. Mit dem geplanten Hotelneubau würden erforderliche Abstandsflächen zum Panorama-Haus nicht eingehalten. Die Investa werde in ihren Nachbarrechten verletzt. Außerdem sei die nähere Umgebung geprägt von frei stehenden Gebäuden, sogenannten Solitärbauten. Durch den Hotelneubau würde jedoch ein geschlossener Gebäudeblock entstehen, der nicht der Eigenart des Umfelds entspreche.

Die Freifläche am Panorama-Haus, die bebaut werden soll, gehört immer noch dem Land Berlin. Zwar wurde sie schon 2007 verkauft. Doch der Kaufvertrag für das Grundstück Karl-Liebknecht-Straße 14 wird erst wirksam, wenn die Baugenehmigung für das Hotel rechtskräftig ist.

 

 

 

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