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DIE MITTE Berlins – Altes Zentrum aus dem 21. Jahrhundert

01.06.2015

Quelle:

 

Mit einer neuen Initiative wollen sich die Unternehmen aus Berlins historischem Kern noch stärker positionieren.(von Katharina Lehmann)

 

Sommerzeit ist Picknickzeit – und wo ließe sich in der Berliner Mitte wohl besser picknicken als auf einem Dach – zum Beispiel auf dem des Friedrichstadt-Palastes. Möglich ist das zumindest an einem Tag in diesem Sommer. Anlässlich des Straßenfestes „Viel Fr!e“, das am 4. Juli zum zweiten Mal stattfindet, öffnet der Friedrichstadt-Palast sein Dach für ein Picknick hoch über der größten Theaterbühne der Welt. „Das erste Straßenfest im vergangenen Jahr war einfach toll“, schwärmt Guido Herrmann, Verwaltungsdirektor des Friedrichstadt-Palastes. Deshalb haben die ansässigen Unternehmen auch in diesem Jahr ein ausgefallenes Event geplant.

 

Herrmann, der als Vorstandsvorsitzender der Standortvertretung „Die MITTE e.V.“ auch Initiator des Straßenfestes ist, freut sich schon darauf zu zeigen, wie bunt Mitte eigentlich ist. Dass der Fokus dabei auf der Friedrichstraße liegt, hat auch historische Gründe: Noch bis Mitte des vergangenen Jahres firmierte der Verein, der vor 22 Jahren gegründet wurde, als Interessengemeinschaft Friedrichstraße und wollte vor allem die Interessen der hier ansässigen Unternehmer und Anrainer gegenüber Politik und Öffentlichkeit darstellen und deren Heimat rund um die Friedrichstraße vermarkten. „Im Laufe der Zeit hat sich die Lage aber verschoben, und es kamen immer mehr Mitglieder in die IG Friedrichstraße, die gar nicht in der Friedrichstraße saßen“, erklärt Vorstand Herrmann die Entwicklung.

 

Deshalb gab es schon seit einigen Jahren Bestrebungen, das Einzugsgebiet der Interessengemeinschaft zu erweitern. Mitte 2014 war es soweit. Und die neue Entwicklung sollte auch mit einem neuen Namen nach außen getragen werden: „Die MITTE“ war geboren. Heute umfasst das Gebiet der neuen Interessengemeinschaft die historische Mitte Berlins – von der Invalidenstraße zum Gendarmenmarkt, vom Leipziger Platz zum Alexanderplatz. „Seit dieser Vergrößerung hat sich unsere Mitgliederzahl von 80 auf 140 Unternehmen aus Handel, Dienstleistung, Kultur erhöht“, erklärt Herrmann. Und die Standortgemeinschaft wächst weiter: „Noch in diesem Jahr wird die IG Gendarmenmarkt in Die MITTE aufgehen“, erklärt Herrmann nicht ohne Stolz. Zum kommenden Jahr erwartet er rund 200 Mitglieder. Doch nicht nur geografisch ist die Interessengemeinschaft nun größer gefasst, auch andere Sparten sollen Gehör finden. So sind neben Handel und Hotellerie auch Unternehmen aus Kultur und Wissenschaft vertreten.

 

Auch die Kreativ- und Start-up-Szene, die sich gerade südlich des Checkpoint Charlie konzentriert, soll sich in der Interessengemeinschaft wiederfinden. „Wir wollen hier in Mitte Vielfalt erhalten und schaffen“, formuliert Herrmann das Ziel des neuen Verbundes. Vordenker dieser Entwicklung war Kuratoriumsvorstand Prof. Dr. Christoph Stölzl: „Schon kurz nach der Wende habe ich mich immer wieder gefragt, wie aus der Berliner Mitte wieder etwas Lebendiges werden kann.“ Heute berät er mit seinen Kuratoriumskollegen Vorstand und Geschäftsführung des Vereins – eine Aufgabe, für die ihn seine früheren Positionen prädestinierten. Stölzl war Chef des Deutschen Historischen Museums, Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Heute leitet er die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Doch Stölzl berät nicht allein – das Kuratorium ist breit aufgestellt mit Akteuren aus Politik und Wirtschaft. Für Vorstand Herrmann ist das besonders wichtig: Er möchte mit der Politik zusammenarbeiten und so die Entwicklung seines Bezirks gestalten.

 

Eines ist für Guido Herrmann klar:
„Mitte war und ist und bleibt das Zentrum Berlins.“
Kein anderer Bezirk bekommt so viel Aufmerksamkeit.

 

Jeder der fast 12 Millionen Berlin-Besucher kommt hier her. Auch die Laufwege der Berliner würden sich wieder verändern – mit dem sukzessiven Aufbau des historischen Stadtkerns kehren die alten Stadtstrukturen zurück, freut sich Herrmann. Die Leute würden wieder aufmerksam auf das neue alte Zentrum Berlins. Seit drei Jahren ist Herrmann nun Vorstand und überwacht vom Palast am nördlichen Ende der ehemals namensgebenden Friedrichstraße das Geschehen. Und das spielte sich in den vergangenen Jahren auch immer wieder zwischen Bauschutt und Kränen ab. „Nirgends wird soviel gebaut wie hier“, sagt Herrmann. Das bedeutet aber auch: „Nirgends wird so viel investiert wie hier.“

 

Für die Unternehmen sind die Dauerbaustellen – zum Beispiel der Bau des neuen Stadtschlosses oder die Erweiterung der U-Bahn-Linie U5 – aber nur selten von Vorteil. Sie ächzen unter Lärm, Schmutz und gesperrten Straßen. Für viele seiner Mitglieder bedeutet das eine lange Durststrecke, weiß der Intendant des Friedrichstadt-Palastes. Denn die ewigen Baustellen sind ja nur eines der besonderen Probleme, mit denen die Unternehmen und Anwohner hier zu kämpfen haben. Wo sich so viele Menschen bewegen, entsteht auch mehr Müll als in anderen Stadtteilen. Zudem braucht es eine sinnvolle Verkehrsführung und ein Wegeleitsystem, das sowohl Touristen als auch Berliner optimal durch den Bezirk führt. Für den immer größer werdenden Besucherstrom hat die Interessengemeinschaft „Die MITTE e.V.“ auch schon eine Lösung parat: Noch in diesem Jahr soll ein neues, zum Teil von der EU finanziertes touristisches Wegeleitsystem aufgebaut werden, das den Besuchern mithilfe von QR-Codes sowohl die Geschichte als auch aktuelle Informationen und Wegbeschreibungen direkt auf das Smartphone schickt. „Wir sind das erste Stadtzentrum einer europäischen Hauptstadt, das im 21. Jahrhundert fertiggestellt wird“, erklärt Herrmann. Die Bedürfnisse der Menschen seien heute andere als vor 25 Jahren. Und denen gilt es, gerecht zu werden – ein ambitioniertes Ziel der Interessengemeinschaft in Berlins Mitte. „Dem stellen wir uns.“

 

Quelle: IHK Berlin

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