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Protest gegen Bauarbeiten an der Friedrichstraße

02.12.1999

 

Die Firma Dussmann droht mit dem Abzug ihrer Firmenzentrale und der Schließung des Kulturkaufhauses in der Friedrichstraße.

 

 

 

Sollte die Baustelle für die U 5 genau so errichtet werden, wie bisher geplant, rechnet das Kaufhaus mit "massiven Umsatzeinbußen", sagte der Sprecher des Unternehmens, Thomas Greiner, am Mittwoch. Da an der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße die Bauarbeiten oberirdisch durchgeführt würden (siehe Grafik), müssten die Fußgänger auf ihrem Weg zum Kaufhaus nicht nur einen Umweg von mindestens 150 Metern in Kauf nehmen, sondern auch mit "erheblichen Belästigungen durch Lärm und Staub rechnen". Und das sei den Kunden nicht zuzumuten. Die Gespräche mit der Senatsverwaltung für Verkehr über etwaige Erleichterungen für Fußgänger, wie etwa Brücken, seien bisher "äußerst frustrierend" verlaufen. Greiner wirft dem Berliner Senat eine wirtschaftsfeindliche Politik vor, was man auch an der geplanten Schließung des Flughafens Tempelhof und der stockenden Debatte über das Ladenschlussgesetz sehe. Einen Imageverlust durch die Schließung des Kaufhauses, für das 100 Menschen arbeiten, fürchtet er nicht. Der Umsatz von 30 Millionen Mark sei vergleichsweise gering im Gegensatz zum Gesamtumsatz des Dienstleistungs-Unternehmens von 2 Milliarden Mark im Jahr.

 

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) Friedrichstraße, Rainer Bolt, sieht die Aussichten für die Gewerbetreibenden in der Friedrichstraße nicht ganz so schwarz. Er ist zuversichtlich, dass es zwischen Senat und IG zu einer Einigung kommen wird. Die Landesregierung habe sich bisher "äußerst kooperativ" verhalten. "Vielleicht kann man die Baustellen sogar als Attraktion gestalten", schlug er vor.

 

Quelle: Berliner Zeitung ©2017

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