Berlin tief verbunden. U5 fährt durch


Eines der schönsten Geschenke erhielten die Fahrgäste des Berliner Nahverkehrs bereits drei Wochen vor Weihnachten: Seit Freitag, den 4. Dezember 2020, fahren die Züge auf der U-Bahnlinie U5 vom Hauptbahnhof bis nach Hönow. 2,2 Kilometer neue Tunnelstrecke und neue U-Bahnhöfe zwischen „alter“ U5 und der 2009 eröffneten U55, mitten im Herzen der Hauptstadt: Mit dem sogenannten „Lückenschluss U5“ zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor ­ist Berlins historische Mitte noch besser mit dem ÖPNV erreichbar, es ergeben sich viele neue Verbindungen und Umsteigerelationen.


Die ersten regulären Züge hielten am Freitagmittag gegen 12 Uhr auf den beiden neuen U-Bahnhöfen Unter den Linden und Rotes Rathaus. Anschließend gilt auf der gesamten Länge der U5 der Regelfahrplan. Wochentags außerhalb des Berufsverkehrs fahren die Züge tagsüber alle fünf, im Berufsverkehr alle 4 2/3-Minuten. Der dritte neue U-Bahnhof, Museumsinsel, wird noch bis Sommer 2021 ohne Halt durchfahren. Auf ihm laufen noch Ausbau und Fertigstellung der Verteilerebene und der Zugänge.


Der neue U-Bahnhof Unter den Linien wird zeitgleich mit Eröffnung zum Umsteigekreuz zwischen der U5 und der U6. Seit dem 4. Dezember halten dort erstmals auch die Züge der wichtigen Nord-Süd-Linie. Der benachbarte U-Bahnhof Französische Straße geht aufgrund der geringen Entfernung vom Netz und wird geschlossen. Zwischen den beiden U-Bahnhöfen liegen nur rund 200 Meter Strecke, einige der Bahnhofszugänge liegen noch deutlich näher aneinander.


„Der 4. Dezember 2020 wird als wichtiges Datum in die Berliner Verkehrsgeschichte eingehen“, sagt BVG-Vorstandsvorsitzende Eva Kreienkamp. „Er ist ein Freudentag für alle unsere Fahrgäste und natürlich für die vielen Bauleute und Projektbeteiligten, die in den vergangenen Jahren so hervorragende Arbeit geleistet haben. Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie kann es jedoch leider keine Feierlichkeiten vor Ort geben. Stattdessen laden wir alle interessierten Menschen herzlich ein, die Eröffnung ihrer neuen U5 am 4. Dezember ab 11:40 Uhr im Livestream auf BVG.de zu erleben.“



visitBerlin-Geschäftsführer Burkhard Kieker würdigt die Verbindung als neue Kulturlinie der Hauptstadt:

„Vom Brandenburger Tor zu den Gärten der Welt in rund 30 Minuten und ohne Umstieg: die erweitere U5 ist die neue Sightseeing-Route für Berlin. Viele beliebte Sehenswürdigkeiten sind jetzt direkt miteinander verbunden und damit bequem zu erreichen. Sobald Reisen nach Berlin wieder möglich sind, werden auch die Berlin-Besucher diese neue Verbindung begeistert annehmen.“

Insgesamt bedient die U5 nach Inbetriebnahme 26 Stationen auf einer Gesamtstrecke von 22 Kilometern.


Die Inbetriebnahme des neuen U-Bahnabschnitts hat auch Auswirkungen auf Fahrplan und Linienführung der in diesem Bereich verkehrenden Buslinien 245 und N5. Die Änderungen auf diesen Linien gelten jedoch erst ab dem regulären Fahrplanwechsel am Sonntag, den 13. Dezember. Über alle weiteren Linienänderungen zum Fahrplanwechsel informiert die BVG rechtzeitig.


Was passiert mit dem Bahnhof Französische Straße


Wenn die neue U5 fährt, wird der U-Bahnhof Französische Straße geschlossen. Was aus dem 1923 eröffneten und bereits während der DDR-Zeiten geschlossene Bahnhof wird, ist bislang noch unklar.


Ideen wie ein Café, eine Galerie oder ein Club gibt es viele, entschieden ist nichts. Erst einmal wird der Bahnhof Französische Straße ein Geisterbahnhof sein.

Wir als DIE MITTE e.V. sind mit einem "Geisterbahnhof" nicht glücklich und setzen uns für eine Nachnutzung dieser bedeutenden Bahnstation ein.


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