Ab Oktober endlich Spot(t) an in der Distel

Nach mehr als sechs Monaten Zwangspause entschließt sich das Kabarett-Theater DISTEL, ab Oktober mit einer inhaltlichen Neugestaltung der beliebtesten Stücke wieder zu öffnen. Vorstellungen gibt es zunächst immer freitags und samstags – selbstverständlich im nun hygienegerecht organisierten Theatersaal. Im September und Oktober sind zusätzlich achtzehn Vorstellungen in verschiedenen Tourneespielstätten Deutschlands geplant. Für das Ensemble und die Musiker beginnen nun die Proben – alle sind hoch motiviert und spiellustig.


Aktualisierung beliebter DISTEL-Programme: Irrwitz diesseits und jenseits der Pandemie

Die Autoren haben die Texte gründlich und mit spitzem Stift aktualisiert. Einige Programme erhalten eine brandneue Rahmenhandlung, einzelne Figuren spielen fortan eine ganz andere Rolle und so manche Szene ist komplett umgeschrieben. Neben den weiterhin zuverlässig stets neuen, tagesaktuellen Kommentierungen, stehen ebenfalls der begonnene Wahlkampf ums Kanzleramt, der Zustand der EU, das Flüchtlingsdrama, Trump und die US-Wahlen sowie die etwas aus dem öffentlichen Bewusstsein geratenen Themen wie u.a. die Klimakrise und der Waffenhandel im Fokus.


Das Kabarett-Theater DISTEL behält den Durchblick in Zeiten von Corona.

Foto: Chris Gonz/ Bearbeitung: Oliver Seidel


Theatererlebnis trotz Hygienemaßnahmen

Das Hygienekonzept der DISTEL zielt darauf, den Spielbetrieb für Gäste und alle Mitarbeitenden des Hauses so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten und zugleich die erforderlichen Richtlinien des Berliner Senats zu Covid-19 zu berücksichtigen. Die aktualisierten Programme sind textlich auf 80 bis 90 Minuten Spielzeit verdichtet, so dass sie nach derzeitiger Planung ohne Pause gespielt werden können. Die DISTEL bietet im Parkett nun einen Getränkeservice mit Bedienung am Platz an. Einlass ins Theater und in den Theatersaal ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.


Existentielle Herausforderung

Als Privattheater ohne jegliche staatliche Förderung ist die Schließung für die DISTEL eine finanziell-existenzielle Herausforderung. Seit März 2020 bestreitet das Haus alle laufenden Kosten vorwiegend aus den über viele Jahre mühsam erwirtschafteten Rücklagen. Das gesamte Personal befindet sich in Kurzarbeit.


Der wöchentlich lediglich zweitägige Spielbetrieb bei etwa nur 30 Prozent möglicher Platzauslastung wird die laufenden Kosten des Hauses nicht decken. Die DISTEL plant jedoch, den Spielbetrieb in den folgenden Monaten schrittweise auszubauen und schon im November eine Premiere auszurichten. Um aber auf aktuelle Veränderungen schnell reagieren zu können, wird der Verkauf nur einen Monat im Voraus gestartet.


DISTELflix – ununterbrochen mit dem Publikum in Kontakt

Schon im März 2020 hat sich die DISTEL entschlossen, alternativ zum Spielstopp DISTELflix als ständig ergänztes, kostenfreies digitales Angebot auf der Webseite einzurichten. Gezeigt werden Video- oder Audio-Mittschnitte von Kabarett-Nummern aus dem Theaterarchiv.


Seit Ende Mai produziert die DISTEL zusätzlich in kurzen Abständen aktuelle etwa 15-minütige Satiresendungen. Zur Auswahl gehören Episoden, die z.B. eine Markus-Lanz-Talkshow mit dem Gesprächsgast Prof. Karl Lauterbach parodieren oder ein fiktives Szenario eines weltbedrohenden neuen Virus namens "TRUMP 20" zeichnen.


In Vorbereitung auf den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober präsentiert DISTELflix nun die Rubrik „Mit dem Kopf durch die Wende“ – mit einer sich täglich erweiternden Auswahl an Kabarettnummern begonnen mit dem 1988 in der DDR verbotenen Programm „Keine Mündigkeit vorschützen“ bis zu Programmen der 90er Jahre rund um Fragen der Wiedervereinigung von „Ossis und Wessis“.


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