Spreebogenpark fertig gestaltet


Die Gestaltung des Spreebogenparks zwischen dem Paul-Löbe-Haus, dem Bundeskanzleramt und dem Hauptbahnhof Berlin wurde fertiggestellt. Der Park als Teil der öffentlichen Freiflächen des Inneren Spreebogens wurde vor allem als eigenständiger Ort zur Erholung gestaltet und ergänzt damit die dortigen Plätze als Orte der Repräsentation sowie der kulturellen und politischen Aktionen. Der große offen gestaltete Spreebogenpark ist Bestandteil des städtebaulichen Entwurfs der Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank zum Band des Bundes als offener grüngeprägter und verbindender Raum zwischen den Bundesbauten, dem Bogen der Spree, der dahinterliegenden städtisch geprägten Friedrich-Wilhelm-Stadt sowie dem Hauptbahnhof Berlin.

Neben den ökologischen, stadtklimatischen, Erholungs- und Repräsentationsfunktionen hat der Spreebogenpark auch eine wichtige Bedeutung als Wegebeziehung zwischen dem Hauptbahnhof und dem Regierungsviertel. Die großzügig gestalteten Flächen mit weitreichenden Sichtbezügen dienen aber auch dem Aufenthalt, da sich die Rasenflächen insbesondere als Liegewiesen oder für sportliche Aktivitäten anbieten. Besonders gestaltete Orte sind die Spurengärten, der Staudengarten und ein Pavillon, der für open-Air-Veranstaltungen genutzt werden kann. Zusätzlich kann in den Sommermonaten die „Strandbar“ an der Spreeuferpromenade besucht werden.

Aus dem Wettbewerb für diese Freiflächen im Regierungsviertel ging das Schweizer Büro Weber & Sauer aus Solothurn (heute: w+s Landschaftsarchitekten Toni Weber, CH-Solothurn) als Preisträger hervor. Eine längere Bauunterbrechung verursachte die damals notwendige Verkehrsführung des Nord-Süd-Verkehrs über eine provisorische Straße mitten durch den Park. Mit Freigabe des Tiergartentunnels wurde eine Entlastung dieser Verkehrsachsen erreicht und nach einem langen Abstimmungsprozess konnten der Rückbau der Straßenführung und die Vollendung des sechs Hektar großen Spreebogenparks vorangetrieben werden.

Die Straße, die den Park zerschnitt und den Entlastungsverkehr aufnahm, gibt es nun nicht mehr. Neben dem Straßenrückbau wurde die Wegeführung mit einer Wegbeleuchtung ergänzt sowie die weiten Grasflächen mit Baum- und Strauchpflanzungen (Bäume: Eschen, Amberbäume, Hängebuchen, Magnolien, japanische Schnurbäume, ein chinesischer Surenbaum, Walnuss, Rosskastanien/ Sträucher: Bodendecker: Efeu) sowie durch das Einbringen zahlreicher Frühblüher (Anemonen, Hyazinthen, Krokusse, Narzissen, Winterlinge) gegliedert.

Die Baukosten betragen ca.1.250.000 €, der Anteil der Finanzierung durch den Bundeshaushalt beträgt ca. 825.000 €, der Anteil des Landes Berlin beläuft sich auf ca. 425.000 €.

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