Friedrichstraße: Langfristiges Konzept gefordert


Seit Beginn des Jahres schon treibt DIE MITTE e.V. intensiv die Bemühungen zur Belebung und Zukunft der Friedrichstraße voran. Nach diversen Workshops folgten zwei kurzfristige Diskussionsrunden mit dem Bezirksamt sowie mit der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther. Daraus entwickelte sich die Aufgabe, dass der Verein eine Projektgruppe aus Anrainern zusammenstellt, um gemeinsam über Möglichkeiten zu beraten, wie sich die öffentliche Wahrnehmung als Einkaufsstraße verbessern lässt, um der Friedrichstraße eine neue Zukunft zu bescheren und sie wieder zu einer der attraktivsten Straßen Berlins zu machen.

„Wir wollen keinen kurzfristigen Aktionismus“, betont Conrad Rausch, Leiter der Geschäftsstelle DIE MITTE e.V. „Ein langfristiges Konzept muss her, um die Aufenthaltsqualität für Anwohner und Besucher der Straße spürbar zu erhöhen.“ Ein Aktionswochenende, an dem ein Teil der Straße für den Autoverkehr gesperrt wird, könne da nur eine temporäre Maßnahme sein und kein Allheilmittel.

Bezirk und Verein haben sich jetzt auf drei autofreie Tage vom 4. bis 6. Oktober geeinigt und werden diese gemeinsam gestalten. Der Abschnitt zwischen Französischer Straße und Mohrenstraße wird für Autos gesperrt und als Flaniermeile ausgerichtet. Als sogenanntes Ankerevent wird auf der Straße Mode verschiedener Labels präsentiert, das Bezirksamt meldet hierfür ein Straßenfest an. Geschäftsinhaber können ihre Läden am Sonntag von 13 bis 20 Uhr öffnen. An insgesamt 20 Stellen sollen große Pflanzenkübel aufgestellt werden.

"Das gesamte weitere Programm in und vor den Läden der jeweiligen Anrainer ist Ihnen überlassen. Klar ist aber bereits jetzt, dass es kein herkömmliches Straßenfest mit den üblichen, in der Regel unerträglichen Ständen und einem mehr oder minder durchgetakteten Bühnenprogramm geben soll, sondern die Friedrichstraße als Stadtraum wahrnehmbar bleiben muss. Das Bezirksamt ist bereit, Ihre Angebote zur Nutzung des öffentlichen Straßenraumes zügig genehmigungsrechtlich zu begleiten und die Angebote und gegebenenfalls Anforderungen an technische Einrichtungen zu koordinieren", so Stephan von Dassel in einem Brief.

Gespräch mit Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel zum Thema autofreie Friedrichstraße.

Fotos: A. Strebe

Nach einem kurzfristigen Termin bei visitBerlin hat das Vermarktungsunternehmen der Stadt partnerschaftliche Unterstützung zugesichert. So ist unter anderem eine Einbindung in das aktuelle Kunstprojekt „Berlin handshape“ geplant, bei dem Menschen durch einen Handschlag miteinander in Verbindung kommen und dabei einen Abdruck in Ton hinterlassen. Außerdem soll ein Tiny House mit Infos zu Architektur, Design und Lifestyle der „Berliner Moderne“ in der Straße aufgestellt werden.

Für das Frühjahr 2020 hat der Senat einen mehrwöchigen Verkehrsversuch angekündigt, in dessen Rahmen dann gutachterlich begleitet die Wirkungen einer autofreien Friedrichstraße von Unter den Linden bis zur Leipziger Straße auf die Straße selbst und auf die Nachbarstraßen untersucht werden sollen.

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