LTE bei der BVG - So schnell soll Berlin bald im Untergrund surfen


Von Jochen Knoblach) Wer derzeit als Telekom- oder Vodafone-Kunde mit der U-Bahn auf der Linie U7 zwischen Gneisenaustraße und Hermannplatz oder auf der U8 zwischen Hermannplatz und Moritzplatz unterwegs ist, kommt gewissermaßen der Zukunft ein Stück näher.Denn dort muss man sich nicht über ein langsames Mobilnetz ärgern, sondern kann den derzeit schnellsten Mobilfunkstandard LTE samt Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde nutzen. Frühstücksfernsehen im Live-TV während der U-Bahn-Fahrt?

Kein Problem.U7 und U8 werden zuerst mit LTE versorgt werden

Obwohl Konkurrent Telefónica, zu dem etwa die Marken O2 , Blau, Fonic oder Alditalk gehören, das schnelle Mobilnetz bereits seit dem vergangenen Sommer im gesamten U-Bahnnetz der Hauptstadt anbietet, müssen sich Kunden der Deutschen Telekom und auch von Vodafone im Berliner Untergrund mit dem langsamen GSM-Netz begnügen. Doch das soll sich ändern.Wie die Telekom bestätigt, seien die beiden Streckenabschnitte auf den Linien U7 und U8 die ersten, die mit den Mobilfunkstandards LTE und UMTS versorgt werden.

LTE-Ausbau ist kein Hexenwerk

Nach und nach solle das Angebot ausgebaut werden. „Es ist unser Bestreben, bis Ende 2018 die gesamten unterirdischen Streckenabschnitte der Berliner U-Bahn mit hochbitratigen Mobilfunkdiensten auszustatten“, sagte Telekom-Sprecher Georg von Wagner der Berliner Zeitung. „Ein Pilotprojekt“, so der Telekom-Mann.Dass die Telekom dies nicht als Vorhaben, sondern lediglich als „Bestreben“ bezeichnet, verwundert. Schließlich ist der LTE-Ausbau kein Hexenwerk. Immerhin bietet das Unternehmen in allen U-Bahnen Deutschlands eine Mobilfunkversorgung an, nur in Berlin nicht.Eine Nachfrage bei den Berliner Verkehrsbetrieben ergab, dass bis dato offenbar nichts konkret festgeschrieben ist. „Es gibt zurzeit keinen Vertrag zum LTE-Ausbau mit der Telekom“, sagte ein BVG-Sprecher gestern.

500.000 Euro pro Mobilfunkanbieter

Tatsächlich wird seit langem mit der BVG über den Ausbau des LTE-Netzes verhandelt. Und natürlich geht es um Geld. Denn zwar sind die Mobilfunkanbieter für den Ausbau des Netzes verantwortlich, doch stellt die BVG Räume für die Technik und Personal für die Wartung zur Verfügung.Dafür werde selbstverständlich eine bestimmte Summe erhoben, heißt es bei der BVG. Konkret wird man nicht. Branchenkenner beziffern die Mietforderungen indes mit 500.000 Euro pro Mobilfunkanbieter.Nach Informationen der Berliner Zeitung tun sich die drei Mobilfunkanbieter Telefonica, Telekom und Vodafone nun zusammen, um gemeinsam und vergleichsweise kostengünstig ein schnelles Mobilfunknetz im Berliner Untergrund aufzubauen.

Bis spätestens Frühjahr 2019 LTE-Standard im gesamten U-Bahnnetz„

Es gibt Verhandlungen mit den Mobilfunkanbietern“, bestätigte gestern ein BVG-Sprecher, ohne konkret zu werden. Und während man sich auf Anfrage weder bei Telefonica noch bei der Telekom zu weiteren Plänen äußern möchte, ist Vodafone etwas offener:„Wir streben für den Ausbau des LTE-Netzes in der Berliner U-Bahn eine gemeinsame Lösung mit Telefonica und der Telekom an“, sagte Unternehmenssprecher Dirk Ellenbeck.Informationen dieser Zeitung zufolge soll Telefonica in dem gemeinsamen Vorhaben die Federführung übernehmen. Ende 2018, spätestens im Frühjahr 2019 soll dann der schnelle LTE-Standard im gesamten 146 Kilometer langen U-Bahnnetz verfügbar sein. Das Pilotprojekt auf den Linien U7 und U8 ist tatsächlich bereits Teil der Zusammenarbeit.

München ist Vorreiter im Ausbau der LTE-Infrastruktur

Dass das tatsächlich funktioniert, darf als sicher gelten, denn für die drei Mobilfunker ist das Berliner Projekt kein Debüt. In Frankfurt am Main und auch in München hatten Telefonica, Telekom und Vodafone bereits gemeinsam in den Ausbau der LTE-Infrastruktur investiert.In München wurde das rund 100 Kilometer lange Streckennetz der Münchner Verkehrsgesellschaft mit 200 Funkzellen ausgestattet, wurden 108 Sendeeinheiten mit LTE-Technik ausgerüstet.Etwa ein Jahr hat das gedauert. Seit dem Frühjahr werden somit in der Münchener U-Bahn Datenübertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 50 Megabit pro Sekunde garantiert, was sich offenbar auch für die Mobilfunkanbieter lohnt. Denn fast eine Million Datenverbindungen verzeichnen die Netzbetreiber nun pro Tag.

Geschwindigkeiten von bis zu 150 Megabit pro Sekunde

Der Ausbau des LTE-Netzes erfolgte in München übrigens während des laufenden Betriebs. Viele Arbeiten wurden in der Betriebspause zwischen zwei und vier Uhr nachts erledigt.Inzwischen haben die Netzbetreiber für die Münchener U-Bahn bereits den nächsten Ausbauschritt angekündigt. Demnach sollen im Laufe des nächsten Jahres an zentralen Bahnhöfen Geschwindigkeiten von bis 150 Megabit pro Sekunde erreicht werden.–

Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/28567954 ©2017

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