Alte Mitte, neue Größe, neue Chancen


Ein Kommentar von Maritta Adam-Tkalec

Eine Kurskorrektur in der Debatte um die langfristige Gestaltung der historischen Mitte Berlins hat stattgefunden. Sie behebt einen gravierenden Mangel, der die Überlegungen zum wichtigsten, wertvollsten Stadtraum Berlins bisher in Ketten legte: die Verengung auf einen 200 Meter mal 650 Meter großen urbanen Leerraum unter dem Fernsehturm – ein Bruchteil der etwa einen Quadratkilometer umfassenden historischen Mitte.

Wie von Experten seit Langem gefordert und bisher von den politisch Verantwortlichen verweigert, gilt nun: Es ist zu reden über Alexanderplatz, Rathaus- und Marx-Engels-Forum, Molkenmarkt und Fischerinsel sowie das angrenzende Parlaments- und Regierungsviertel, Humboldt Forum, Breite Straße, Petriplatz und das ehemalige Staatsratsgebäude – also jenes fast kreisrunde Gebiet, auf dem einst die Doppelstadt Berlin/Cölln erblühte.

Die Unzahl der Bürgerwünsche

Statt sich in kleinteiligem Streit über die Brache zwischen Rathaus und Marienkirche zu verbeißen und allzu Gegensätzliches in die Fläche hineinzuwünschen – von vollständiger historischer Bebauung bis zu kompletter Freihaltung zum Beispiel für Demos vor dem Rathaus –, kann nun die Unzahl der Bürgerwünsche auf ein vielgliedriges Gebiet bezogen werden.

Zugleich wird ermöglicht, voneinander Separiertes aufeinander zu beziehen. Das Nikolaiviertel ist eben ein Teil der alten Mitte, kein Nebenplatz, ebenso der Molkenmarkt. Kaum zu fassen, aber wahr: Über die Neubebauung des Molkenmarktes wurde 2015 entschieden, ohne alte Nachbarschaften in den Blick zu nehmen – zum Beispiel die Breite Straße, einst Prachtstraße der Stadt.

Quelle: Berliner Zeitung

#Molkenmarkt #Alexanderplatz

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