ÖPP: BAM und Hochtief realisieren Berliner Dienstsitz des BMG


Am Mittwoch hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) den Zuschlag für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles in der Mauerstraße - der Dienstsitz des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) - in Berlin-Mitte an Hochtief und BAM Deutschland erteilt. Das Vorhaben ist ein Novum für Bauvergaben der BImA: Erstmals wurden Sanierung und technischer Betrieb eines denkmalgeschützten Gebäudes in Form einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) vergeben. Das bedeutet, das beide Unternehmen nach der Fertigstellung 25 Jahre lang auch für die Instandhaltung und den Betrieb sorgen.

BAM und Hochtief haben hierfür ein Joint Venture mit jeweils 50 Prozent geschlossen. Die Sanierungsarbeiten starten noch in diesem Jahr. Der neue Dienstsitz des BMG soll Ende 2020 betriebsbereit sein.  Das „ÖPP-Projekt Mauerstraße in Berlin-Mitte“ umfasst zwei historische, derzeit leerstehende Gebäude an einem exponierten Standort. Als Berliner Dienstsitz des BMG wird das so genannte „Haus 1“ in der Mauerstraße 29 mit einer Bruttogrundfläche von gut 38.000 m² umgebaut und saniert. Das Bundesministerium für Gesundheit plant, dort seine bisher auf unterschiedliche Gebäude in Berlin verteilten Arbeitsplätze zusammenzuführen. Das „Haus 2“ in der Mauerstraße 27 mit rund 30.000 m² Bruttogrundfläche wird für weitere ministeriale Nutzer mitsaniert. Beide Häuser waren bis 1945 Stammsitz der Deutschen Bank. In der Nachkriegszeit wurden sie aufgrund von Kriegszerstörungen architektonisch überformt und bis 1989 durch das Ministerium des Innern der ehemaligen DDR genutzt. Seit 1990 haben der Deutsche Bundestag und verschiedene Bundesverwaltungen die Gebäude genutzt.   Hochtief und BAM übernehmen zusammen die Planung und den Umbau der Gebäude nach den Plänen des renommierten Architekturbüros KSP Juergen Engel Architekten (Braunschweig) sowie der technischen Gebäudeplanung von Arup Deutschland (Berlin). Dabei stehen die Unternehmen in engem Kontakt mit der Denkmalschutzbehörde. Die beiden zukünftigen Ministeriumsstandorte unterliegen zudem hohen Anforderungen an die bauliche und betriebliche Sicherheit. Neben den Büroflächen entstehen in Haus 1 ein neuer Eingangsbereich, ein Besucherzentrum, ein Presse- und Konferenzbereich sowie eine Cafeteria. Haus 2 wird unter anderem in der ehemaligen großen Schalterhalle ein Konferenzzentrum beherbergen. Im Anschluss an die bauliche Fertigstellung werden die Partner im Auftrag der BImA für das technische und infrastrukturelle Gebäudemanagement zuständig sein. Bau und Betrieb des repräsentativen, nach BNB zertifizierten, Gebäudeensembles erfolgen nach nachhaltigen Konzepten und Techniken.   Die BImA wurde während des gesamten Ausschreibungsverfahrens von Luther beraten.


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