U-Bahn jetzt mit Landeklappen!


Kann eine U-Bahn Blumenbretter haben? In Berlin schon. Blumenbretter – so nennen Insider Anbauten, die schmale Wagen breiter machen. Morgen präsentiert die BVG den ersten Zug der neuen U-Bahn-Baureihe IK, der so umgestaltet wurde. Von Peter Neumann

Lange Zeit wurde gerätselt, wie die Anbauten aussehen. Der Hersteller Stadler Pankow hielt die Blumenbretter-U-Bahn unter Verschluss. Doch inzwischen kursieren Fotos. Ein U-Bahn-Fan erwischte die Bahn mit der Nummer 1027 mit der Kamera, als sie bei Velten Bremstests absolvierte.

Am Mittwoch, als der Zug von einer Diesellok nach Berlin überführt wurde, gerieten die vier sonnengelb lackierten Wagen Harald Tschirner aus Berlin vor die Linse. Morgen werden sie auf dem U-Bahnhof Biesdorf-Süd offiziell vorgestellt – auf der U5, dem Einsatzgebiet der neuen U-Bahn.

Der Fahrzeugmangel soll abgemildert werden

Denn immer mehr Fahrgäste, deren Zahl immer weiter drängen sich in immer volleren Zügen – auch auf den Linien U5 bis U9. Zusätzliche Wagen werden sehnlichst erwartet. Doch derzeit steht bei der BVG erst mal nur die Lieferung der Baureihe IK an, deren Wagenkästen für die schmaleren Tunnel der Linien U 1 bis U4 konstruiert worden sind.

Würden die 2,40 Meter breiten Fahrzeuge auf den anderen Strecken eingesetzt, auf denen 2,65 Meter breite Züge rollen, würden zwischen Zug und Bahnsteigkante zu große Lücken klaffen. Mit den seitlichen Anbauten ist es nun möglich, die neuen Züge auch auf den sogenannten Großprofilstrecken fahren zu lassen– und dort den Fahrzeugmangel zu lindern.

Die Stahlkonstruktionen gleichen den Profilunterschied aus. Icke, diesen Spitznamen hat die BVG der neuen U-Bahn-Generation gegeben. Zwei vierteilige Prototypen sind seit 2015 unterwegs.

Blumenbretter sind für die Berliner U-Bahn nicht ungewöhnlich

Zug 1027, der am Dienstag präsentiert wird, ist das erste von elf Serienfahrzeugen, die mit seitlichen Anbauten ausgerüstet werden. Hersteller Stadler Pankow produziert in Pankow, Reinickendorf und Velten. Als das Unternehmen im Jahr 2.000 in Pankow einstieg, gab es dort rund 200 Beschäftigte – heute mehr als 1.100.

Blumenbretter sind für die Berliner U-Bahn übrigens nicht ungewöhnlich, sagt Harald Tschirner. Als 1923 zwischen Halleschem Tor und Seestraße die ersten Abschnitte der heutigen U 6 in Betrieb gingen, gab es noch keine Großprofilzüge. So griff man erstmals auf 20 Kleinprofilwagen zurück. Die wurden mit Holzbohlen versehen.

– Quelle: Berliner Kurier ©2017

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