Übrigens: Berlin (Ausgabe 2)


Liebe Berlin-Mitstreiter, Kollegen, Partner und Freunde, die vergangenen Wochenenden waren so eine Art Superbowl für unsere Stadt: Kirchentag, Pokalfinale und Turnfest auf einmal, dazu die für Städtereisen so beliebten Brückentage. Berlin war fast ausgebucht, die Stadt fest in der Hand unserer Gäste. Die Berlinerinnen und Berliner haben es wie immer mit Gelassenheit genommen. In einer zur Zeit ziemlich unübersichtlichen Welt gelingt es vielen Berliner Akteuren gemeinsam, unsere Stadt als Ort zu positionieren, an dem kluge Konferenzen etwas Überblick über die Zukunft verschaffen: Die re:publica zum Thema Digitalisierung und Medien, der SingularityU Summit zum atemberaubenden technisch-biologischen Fortschritt. Die Tage hat der Tagesspiegel zur Vorbereitung des G-20 Gipfels erfolgreich die Konferenz Global Solutions gestartet. Der Berliner Spitzenmediziner Prof Detlef Ganten (Charité) lädt im Herbst zum World Health Summit, gefolgt vom neuen Berliner Format Q – Berlin Questions vonvisitBerlin am 19. und 20. Oktober. Hier werden die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte auf den Gebieten Urbanität, Governance, Arbeit und Soziale Gerechtigkeit artikuliert. Berlin als Ort, wo über die wesentlichen Themen der Zukunft nachgedacht wird – keine schlechte Positionierung für die Stadt der Freiheit. Diese zu fördern und zu gestalten ist der Job unserer Kolleginnen und Kollegen vom Berlin Convention Office. Das macht uns übrigens viel Freude. Herzlich Ihr Burkhard Kieker Geschäftsführer VisitBerlin

HABEN

Das Jahr hat stabil begonnen, wir verzeichnen per April ein Plus von drei Prozent bei den Besuchern. Trotz schrecklicher Terror-Anschläge nimmt die weltweite Reiseintensität zu Der World Travel Monitor von IPK International sieht ein Ende der globalen Wirtschaftsrezession und spricht von bis zu vier Prozent Wachstum für Outbound-Reisen im Jahr 2017. Die größten Besucherströme werden aus Asien(+5 Prozent) und aus Nordamerika erwartet (ebenfalls + 5 Prozent). Aus Südamerika und aus Nordamerika reisen jeweils drei Prozent mehr Touristen als im Jahr zuvor.

Wo steht Berlin?

Besucherstatistik Januar bis April 2017

Besucher gesamt: 3,8 Millionen (+2,7 Prozent)

Übernachtungen gesamt: 9 Millionen (+2,3 Prozent)

internationale Besucher: 1,5 Millionen (+4,7 Prozent)

nationale Besucher: 2,3 Millionen (+1,4 Prozent)

internationale Übernachtungen: 4,1 Millionen (+3,3 Prozent)

nationale Übernachtungen: 4,9 Millionen (+1,4 Prozent)

Hier geht es zur kompletten Besucherstatistik

Platz drei in Europa Ende Juni erscheint der ECM Benchmarking Report 2017, ein wichtiges Stimmungsbarometer zur Lage der europäischen Städtedestinationen (mit Bezug auf 2016). Wir haben schon einmal reingeschaut und nehmen das Spannende gleich vorweg: Berlin bleibt Nummer drei der Top City Destinationen 2016. Nach London und Paris zählt keine andere Stadt in Europa mehr Hotelübernachtungen. Schauen wir genauer hin, sind wir Paris sogar dicht auf den Fersen. Die Kollegen aus Paris zählen nämlich auch Übernachtungen in Grand Paris inklusive der Vororte. Die Übernachtungszahl von Paris Stadt ist mit 31.843.139 Übernachtungen dagegen nicht weit vom Ergebnis Berlins (31.067.775 Übernachtungen) entfernt.

ICCA-Statistik

Berlin belegt laut aktueller Statistik der International Congress and Convention Association (ICCA) Platz 4 im weltweiten Städte-Ranking für Verbändekongresse. Nur 20 Veranstaltungen liegen zwischen Berlin und Paris, das den ersten Platz belegt. Der Wettbewerb der europäischen Metropolen um Kongresse ist schärfer geworden. TOP 4 ist Weltspitze. Berlin muss hier am Ball bleiben – mit neuen Angeboten, neuen Kapazitäten und natürlich guten internationalen Fluganbindungen. Die TOP 5 im Kurzüberblick:

  1. Paris (196 Veranstaltungen)

  2. Wien (186 Veranstaltungen)

  3. Barcelona (181 Veranstaltungen)

  4. Berlin (176 Veranstaltungen)

  5. London (153 Veranstaltungen)

Andererseits repräsentiert die ICCA-Statistik nur ein Segment des Kongress-Business in Berlin. Die gesamte Kongress-Statistik weist ein deutliches Plus aus. Viele Veranstaltungen aus Medizin und Wissenschaft und aus der IT- und Digitalbranche tragen dazu bei, auch wenn sie nicht den Kriterien des Weltverbandes ICCA entsprechen. Lebenswerte Stadt Im Ranking der lebenswerten Städte der Welt befindet sich Berlin auf einem glücklichen Platz 13 – wenn da nicht ein Münchner dahinter steckt. Die bayerische Hauptstadt landet hinter Wien und Auckland auf Platz 3 (Mercer 2017). Statistisch unstrittig ist, dass Berlin wächst: Zum Jahresende 2016 zählte Berlin 3.670.622 Einwohner und damit 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Es muss auch nicht immer Platz eins sein. Berlin war nie billig, aber das gute Preis-Leistungs-Verhältnis hat die Stadt bereits zum Gewinner weltweiter Tourismuskrisen gemacht. Gilt das auch heute noch? Im Vergleich mit 84 anderen Städten landet die Stadt auf Platz 35 der „most expensive“ City Break Destinations. Platz eins nimmt gemäß dieser Studie Zürich ein, gefolgt von New York und Kopenhagen . Am günstigsten „urlaubt“ es sich dieser Umfrage nach übrigens in Kairo und Sofia (Quelle: Stark Tourism LLP). Wird Berlin erwachsen und zu einer saturierten Großstadt? Ziehen wir eine weitere Studie heran, das Post Office City Cost Barometer, das ebenfalls Kosten von einer Tasse Kaffee, dem Feierabend-Bier oder einem Vier-Gänge Menü bis hin zur touristischen Unterkunft analysiert. Platz 17 von 36 bescheinigt unserer Stadt ein akzeptables Mittelfeld. Weitere Berlin-Zahlen gesucht? about. visitBerlin. de

SOLL

Die Kette der Anschläge, die in vornehmlich touristischen Städtedestinationen verübt werden, reißt leider nicht ab und verunsichert viele Reisende: 45 Prozent der Befragten des World Travel Monitor sind vom Terrorismus verunsichert, dies betrifft besonders die Outbound-Märkte Russland, Südkorea, China, Brasilien, Hongkong, die USA und Japan. Noch scheint die touristische Lage bei uns in Berlin entspannt. Während in anderen Destinationen die Hotelzimmer ausgehen (Neuseeland rechnet damit, dass bis 2025 rund 4.500 Hotelzimmer fehlen), zählt Berlin 773 Hotels (April 2017)und 11.920 aktive Airbnb Listings (Quelle: Airdna, Stand Mai 2017). 2016 wies der Airbnb Sharing Markt in Berlin laut Untersuchungen der Hotelschule The Hague rund 1,7 Millionen Übernachtungen auf. Der Tourismusdichte-Index, also das Verhältnis von Touristen zu Einwohnern, ist in Berlin geringer als in anderen deutschen Großstädten. Tourismusdichte-Index deutscher Städte 2016

Einfluss politischer Faktoren Stärker als steigende Preise oder lange Warteschlangen an touristischen Informationen wirken sich neben der Angst von Terror politisch bedingte verunsichernde Faktoren aus. Forward Keys sieht weltweit einen negativen Trend für die USA Flugbuchungen von Reisen in die USA seien im Vergleich zu 2016 um 6,5 Prozent zurückgegangen, wobei der von Trump mit dem Muslim-Bann ins Visier genommene Nahe Osten mit einem Einbruch von mehr als 37 Prozent besonders stark zu Buche schlägt. Adam Sacks, Chef des Beratungsunternehmens Tourism Economics, rechnete in der „Chicago Tribune“ vor, dass die USA in diesem Jahr rund vier Millionen Besucher weniger haben werden (Quelle: Forward Keys/Tagesspiegel). Nachdem die Russen nun alle einen Urlaub in Sotchi verbracht haben, scheinen sie auch wieder ins Ausland zu reisen (22 Prozent mehr Reisende von Januar bis April). Erdogans besorgniserregende Politik führt dagegen in dem einstmals so beliebten Reiseland Türkei zu weiter rückläufigen Buchungen aus dem Ausland.

Quelle: Berlin Tourismus & Kongress GmbH, Am Karlsbad 11, D-10785 Berlin www.visitBerlin. de news@visitBerlin.de T +49 30-25 00 25

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