Das Futurium nimmt Gestalt an


Die Baugerüste an der Vorderseite sind schon weg – zu sehen ist eine dunkle Fensterfront. Am Kapelle-Ufer in Mitte nimmt das sogenannte Futurium sichtbar Gestalt an. Futurium – so heißt seit dem Richtfest im vergangenen Jahr jenes Gebäude, das zum Baubeginn im Jahr 2015 noch als Haus der Zukunft gestartet war. Im Futurium soll es aber um die gleichen Fragen gehen wie im Haus der Zukunft.

„Wie werden und wie wollen wir leben? Welche Herausforderungen und Chancen sind mit zukünftigen Entwicklungen verbunden? Wie können Wissenschaft und Forschung dazu beitragen, diese Entwicklungen zu verstehen und die Zukunft zu gestalten?“ So beschreibt Nicole Schneider, die kaufmännische Geschäftsführerin der gemeinnützigen Futurium GmbH, die Ziele. Die Futurium GmbH, Betreiberin des Hauses, wird überwiegend durch Bundesmittel aus dem Etat des Ministeriums für Bildung und Forschung finanziert. „Das Futurium lädt seine Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich mit Zukunftsfragen zu beschäftigen“, sagt Nicole Schneider.

Fünf Themenkomplexe

Ende April sollen die Bauarbeiten am Futurium beendet werden, Anfang Mai das Haus an seine künftigen Nutzer übergeben werden. „Das Futurium eröffnet im Sommer 2017“, sagt Nicole Schneider. Die Besucher können dann zunächst die Themen des Futuriums kennenlernen. Die vollständige Eröffnung sei Mitte 2018 geplant. Ausstellungen und weitere Veranstaltungen sollen Einblicke in die Zukunft bieten, die schon heute in Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Labors und nicht zuletzt in den Köpfen der Menschen entstehe. Zugleich solle das Haus ein lebendiger Ort des Dialogs über die Gestaltung der Zukunft werden. Thematisch geht es um die fünf Themenkomplexe Ernährung, Gesundheit, Energie, Wirtschaft sowie Wohnen und Städte.

Das Futurium entsteht nach Plänen des Berliner Architekturbüros Richter und Musikowski. Die Architekten haben sich 2012 bei einem Wettbewerb gegen 162 Konkurrenten durchgesetzt. Ihr Entwurf sieht den Bau eines Gebäudes mit großen Panoramafenstern vor. Sie gewähren nach Norden Ausblicke auf den Stadtbahnviadukt, über den die S-Bahnzüge sowie Fern- und Regionalbahnen rollen. Nach Süden schauen die Besucher über die Spree in Richtung des Parlaments- und Regierungsviertels. Das Dach des Futuriums soll begehbar sein.

Die Thematik des Hauses spiegelt sich auch in der Architektur. Sie setzt bei der Energieversorgung auf Zukunftstechnologien wie die Sonnenenergie. Sie wird über Solarmodule auf dem Dach eingefangen und im Haus gespeichert. Die Energie kann dadurch auch in Zeiten abgerufen werden, wenn keine Sonne scheint. Die dunkle Verglasung der großen Panoramafenster folgt einem ausgetüfteltem Konzept: Sie soll wie eine Sonnenbrille wirken, also Licht ins Haus lassen, aber keine Wärme. Zugleich soll das Haus im Gegensatz zum benachbarten Ministerium für Bildung und Wissenschaft ein offenes Gebäude werden. Im Erdgeschoss ist ein Café geplant, dessen Tische und Stühle in der warmen Jahreszeit vor dem Haus stehen – gut geschützt unter der Vorderfront, die schräg darüber hinausragt. „Wir wollen die Leute zusammenbringen, damit sie sich über die Zukunft austauschen“, sagt Architekt Jan Musikowski.

Realisiert wird das Haus der Zukunft in öffentlich-privater Partnerschaft ÖPP). Die Investitionskosten belaufen sich auf 58 Millionen Euro. Der Bau nach dem ÖPP-Modell ist nach Angaben des Ministeriums für Bildung und Forschung um rund zehn Prozent günstiger als ein Bau in Eigenregie.

Bevor die Arbeit im Futurium richtig losgeht, muss jedoch noch ein neuer Chef gefunden werden. Denn der zunächst bestellte Gründungsdirektor Reinhold Leinfelder ist Ende vergangenen Jahres aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Noch ist der Nachfolger für ihn nicht bestimmt.

Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/25600662 ©2017

– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/25600662 ©2017


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