Hier wird künftig an Berlins Bahn-Netz gebaut


Die B.Z. zeigt, wo es im Jahr 2017 in Berlin zu Schienenersatzverkehr kommt und was die Bahn in Berlin so alles besser machen will.

Für viele Berliner bedeutet diese Karte: Bitte umsteigen! Jeden Tag sind um die 200 Bauleute im Streckennetz und auf den Bahnhöfen im Einsatz. Sie packen dieses Jahr 50 größere Projekte an. Etwa eine halbe Milliarde wird ausgegeben, damit S-Bahn, Pendler- und Fernzüge besser rollen.

Das ist das Bahnsinns-Baujahr 2017!

Die größte Baustelle hängt mit dem verlorenen Zweiten Weltkrieg zusammen: Russen nahmen Bahngleise aus dem Norden Berlins als Reparationsleistung mit in ihre Heimat. Immer noch ist deshalb ein Stück vom Karower Kreuz nur eingleisig befahrbar.

Ab Donnerstag wird zwischen Blankenburg und Karow ein zweites Gleis ergänzt. Später können Fernzüge dort Tempo 160 fahren. Dafür müssen auch sieben Brücken erneuert werden. Die Folge für den Zugverkehr: Sperrung bis April 2018.

Und für die S-Bahn?

Betroffen sind die S2 und die S8. Es soll zwar während der Bauarbeiten eingleisig gefahren werden können, es kommt aber öfter zu Totalsperrungen. Zum Jahresende müssen Busse zwischen Pankow, Karow und Mühlenbeck-Mönchmühle übernehmen.

„Am Ostkreuz sind wir dagegen auf der Zielgeraden“, so Alexander Kaczmarek (53), Bahn-Bevollmächtigter für die Region Berlin. Ende des Jahres eröffnet ein neuer Bahnsteig für den Regionalverkehr. Die S9 zum Flughafen und der RE1 können dann stoppen und die S3 wird wieder an die Stadtbahn herangeführt – ab 22. August mindestens bis Westkreuz.

Was wird noch neu?

Im Juli ist die Stadtbahn, Berlins wichtige Ost-West-Verkehrsader, komplett mit einer technischen Geschwindigkeitsüberwachung (ZBS) ausgestattet. Sie sorgt für eine Notbremsung, falls ein Zugführer ein rotes Signal überfährt oder zu viel Tempo drauf hat.

Die ramponierte Decke am Bahnhof Friedrichstraße soll im dritten Quartal dieses Jahres wieder dicht sein. Die Bauarbeiter sind jede Nacht unterwegs, haben sie mit neuer Technik bestückt.

„Außer Betrieb“ soll Mütter mit Kinderwagen, Radler, Rollstuhlfahrer nicht mehr so oft schachmatt setzen – deshalb werden in Berlin und Brandenburg jeweils 17 Aufzüge ausgetauscht (z.B. Gesundbrunnen, Brandenburger Tor) und die Fahrtreppen auf sechs Bahnhöfen (u.a. Potsdamer Platz).

Die Warschauer Straße muss noch warten

Es ist DIE Haltestelle des Berliner Partyvolkes auf dem Weg nach Friedrichshain. Aber ein schöneres Ankommen am S-Bahnhof Warschauer Straße wird erst 2019 Realität. Eigentlich sollte die gläserne Empfangshalle schon 2013 stehen.

Der dickste Bremsklotz: 2014/15 standen die Signale für die Bauarbeiter auf Rot: Ein Ingenieurbüro hatte gepatzt, Baustopp! Dann mussten noch neue Gleise zum Ostkreuz gelegt werden. Inzwischen ist wenigstens das Untergeschoss des Bahnhofsgebäudes über den Gleisen betoniert.

Im August geht der neue Bahnsteig A in Betrieb. Hier fahren zunächst alle Züge, sowohl stadtaus- als auch stadteinwärts. Die Fahrgäste kommen dann zwar schon über die neue Zugangsebene in die Bahnsteighalle. Aber der Zugang ist noch provisorisch, bis der neue Bahnsteig B fertig ist (Ende 2018).

Die Imbiss-Kioske auf der Brücke werden schon bis kommenden Herbst abgebaut.

Vom U-Bahnhof der Linie 1 zum Eingangsgebäude des S-Bahnhofs plant das Land Berlin eine Fußgängerbrücke. Zu den Mehrkosten durch die Bauverzögerungen schweigt sich die Bahn aus.

Der SPD-Abgeordnete Sven Heinemann (38) sagt: „Im Umfeld des Bahnhofs wünscht sich der ,Runde Tisch Ostkreuz‘ noch mehr Fahrradabstellplätze.“

Quelle: BZ Berlin

#Verkehr #USBahn

DIE MITTE e.V. - 360° Berlin 

Friedrichstraße 95, 10117 Berlin

T:  030 20962390

M: info@die-mitte.berlin

  • https://www.facebook.com/DieMitte.Be
  • DIE MITTE bei twitter
  • linkedin.com/company/die-mitte-berli
  • XING
  • DIE MITTE News Feed
  • Instagram
  • DIE MITTE auf Youtube